Wer oder was ist die Dritte Generation Ost? Auf die Aufbaugeneration der Großeltern, den in der DDR geborenen und sozialisierten Eltern folgen die Wendekinder auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Dreißig Jahre nach der Wende fragen sie sich in Carla Niewöhners lyrischen Texten, ob das vereinte Deutschland ebenso wie sie mit dreißig Jahren erwachsen geworden ist, stellen Lebenswege in Ost und West mit überraschender Auflösung gegenüber, beobachten die Rückkehr von Marx und Engels nach Trier und Wuppertal als ehernes Manifest. Führt sie ein museal-melancholischer Spaziergang durch die Straßen der Kindheit, die Stimmen der Eltern von damals und heute im Ohr, nach Hause oder in die Fremde?

Die Dresdner Reihe Lyrik ist Happening der Initiatorin Anne Munka, Jan F. Kurth und Demian Kappenstein schlägt Funken aus dem Zusammenspiel von neuer Dichtung und Klangkunst. Für die zweite Ausgabe zum Thema „Dritte/Vierte/Fünfte Generation Ost“ wurden eigens geschriebene Texte von Gastautorin Carla Niewöhner, Lyrik und Lieder von Marcel Beyer und Manuela Bibrach zu einer performativen poetischen Collage verwoben. Die Aufführung im Societaetstheater Dresden wurde  mit der Jugendtheaterwerkstatt  umgesetzt, im E-Werk Freiburg als großes Chorwerk mit dem Südufer Chor.

RADIOBEITRAG:

Jan F. Kurth im Gespräch mit Tim Thaler von ColoRadio Dresden:
https://coloradio.org/?p=451

TEXTE Marcel Beyer, Manuela Bibrach und Carla Niewöhner

KONZEPTION Anne Munka 
CHORARRANGEMENT UND LEITUNG Jan F. Kurth
MUSIK Demian Kappenstein
CO-REGIE FREIBURG Carla Niewöhner

MIT Jugendtheaterwerkstatt des Societaetstheaters Dresden, Südufer Chor Freiburg

FÖRDERUNG Unabhängige Lesereihen e.V., Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

PREMIERE
10.04.2019, Societaetstheater Dresden
12.04.2019, E-Werk Freiburg

FOTOS Marc Doradzillo

Das Projekt wurde gefördert durch: