Nach einer wilden Partynacht erwacht das Topmodel Eurydike an einem unbekannten Ort. Zusammen mit dem Publikum macht sie sich auf die Suche nach dem geplanten Foto-Shooting. Auf dem Weg durch gespenstische Flure und verlassene Treppenhäuser entdeckt sie hinter den Türen faszinierende Bilderwelten, die sie und die Besucher:innen in ihre Vergangenheit entführen: auf eine Gartenparty mit den Reichen, Schönen und Berühmten auf einer griechischen Insel, bei der sie den berühmten Rockmusiker Orpheus kennenlernt; die Schattenseiten des Ruhms als Zerrbild und Projektionsfläche zwischen gesichtslosen Torsi und insektenhaften Projektionen; kryptische Botschaften, erotische Akte und Todessymbole, die auf ihren eigenen Tod und ihr neues Dasein in der Unterwelt hinweisen…

Mit dem interaktiven Kunst- und Theaterparcours Ich bin Eurydike beamt Carla Niewöhner den antiken Mythos in die Gegenwart und macht mit Bühnenbildnerin Mara Henni Klimek das Kölner Atelierhaus Quartier am Hafen zur Unterwelt. Als Eurydike führt Schauspielerin Alexandra Lowygina das Publikum hautnah durch die starke Bilderwelt der Künstler:innen Christa Feuerberg, Angela Junk-Eichhorn und Jürgen Wolf. Inspiriert durch die Werke erzählt sie ihre eigene Geschichte als spannende Neuübersetzung mit aktuellen Themen wie weiblicher Sichtbarkeit, Selbstoptimierung und #MeToo. So erleben die Zuschauer:innen parallel zur Reise durch die Unterwelt eine bewegende Reise ins Ich. Schafft es das Publikum am Ende, Eurydike hinauszuführen, ohne sich umzusehen?


PRESSESTIMMEN:

„Fesselnd gespielt von Alexandra Lowygina […] Das Besondere dieser Inszenierung, die Schauspiel und Bildende Kunst miteinander verschmelzen lässt: Hier geht es nicht um Fremdzuweisungen, die Eurydike ertragen muss. Hier geht es um die Selbstwahrnehmung der mythologischen Figur zum einen und um deren Fußabdruck, den diese Figur in der Kulturgeschichte hinterlassen hat. […] Großartig ist die Installation der Unterwelt von Christa Feuerberg in der Remise der Burg, die verbildlicht, was es heißt, in einer Schattenwelt zu leben. Faszinierend auch die [Werke] von Jürgen Wolf im Eckturm, die klar machen, wie getrieben sich die schöne Eurydike gefühlt haben muss. […] Die Gäste der Inszenierung waren sichtlich berührt. Ein langanhaltender Applaus belohnte die Mitwirkenden für einen bewegenden Theaterabend.“
– Anke Holgersson, Aachener Zeitung

STÜCKENTWICKLUNG Carla Niewöhner

MITARBEIT Alexandra Lowygina
mit einem Text von Jürgen Wolf

REGIE Carla Niewöhner
AUSSTATTUNG Mara Henni Klimek
MUSIK Sina Karstädt, Flavin Braß, Johnny Easton
VIDEO Michael Maurissens
REGIEASSISTENZ Laura Reschenberg
MEDIENASSISTENZ Marie Stadelmann
BILDASSISTENZ Enya Obert    

MIT Alexandra Lowygina

WERKE Christa Feuerberg, Angela Junk-Eichhorn, Jürgen Wolf

PREMIERE 29.04.2022, Quartier am Hafen, Köln

FÖRDERUNG Kulturamt der Stadt Köln, NRW Kultursekretariat Wuppertal, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

FOTOS Marie Stadelmann

Die Produktion wurde gefördert durch:

Weitere Gastspiele wurden gefördert durch Kulturbüro Wuppertal, Victor-Rolff-Stiftung, Udo van Meeteren.