In einer Bar in Edinburgh begegnen sich der mittelmäßige Kleinkriminelle Bob und die frustrierte Scheidungsanwältin Helena. Man trinkt Wein, landet im Bett und ist sich am nächsten Morgen einig: Besser, man sieht sich nie wieder. Doch am nächsten Tag laufen sie sich erneut über den Weg: Bob auf der Flucht vor seinem Boss mit 15.000 Pfund Diebesgut in der Tasche, Helena im vollgekotztem Brautjungfernkleid auf der Flucht vor sich selbst. Wild entschlossen, aus dem miesen Tag das Beste zu machen, hauen sie das Geld gemeinsam auf den Kopf, Hummer im feinsten Restaurant, Gintasting für alle, die Gitarre der Träume, Club-Hopping und eine japanische Bondage-Show. Am Ende der magischen Mitsommernacht sind sie um viel Geld, einen verheirateten Liebhaber und einen Gangsterboss ärmer, aber um einige Erkenntnisse und vielleicht sogar den Anfang einer neuen Liebe reicher…
Für ihr Regiedebüt hat Carla Niewöhner David Greigs romantische Komödie nach dem Prinzip des He said / She said ironisch gebrochen und die zwei Protagonisten wider Willen mit schwungvollen Wechseln, Puck am Mischpult und elektronischer Musik auf einen besonderen Trip durch Edinburgh am Schauspielhaus Bochum losgelassen.
PRESSESTIMMEN:
„Eine zotige Komödie, die Carla Niewöhner stilsicher inszeniert. Tolle Chemie zwischen den zwei Schauspielern, die einen von der ersten Sekunde sehr mitnehmen. […] Sehr unterhaltsam.“
– Christoph Ohrem, WDR 5
„Jungregisseurin Carla Niewöhner hat in ihrem Regiedebüt den filmisch geschriebenen Text schwungvoll umgesetzt. Ein wenig Slapstick, akustische Spezialeffekte (Musiker und Mitmacher: Manuel Loos) und die Verteilung der Erzählerstimmen auf die beiden Figuren (Henrik Schubert als Bob und Kinga Prytula als Helena). Sie, eine Anwältin für Scheidung und er, ein Kleinkrimineller, leiden an urban verbrämter Midlife-Crisis. Wie sie sich kennenlernen, sich mögen, ja lieben lernen, wird in Episoden erzählt, die mit Geldausgeben, Luxus, Straßenmusik und mit japanischem Fesselfetisch zu tun haben. Das gibt der Inszenierung gute Gelegenheiten, pfiffige Regieeinfälle zu zelebrieren, und den Darstellern viel Platz zur Figurenzeichnung.“
– Tom Thelen, WAZ
„Nach allen Regeln der RomCom, der romantischen Komödie, müssen beide ein Paar werden. Wie, ist vergnüglich zu beobachten am Schauspielhaus Bochum. […] Das Timing sitzt […] Carla Niewöhner, die das Stück von David Greig und Gordon McIntyre inszenierte, hat sich großzügig und geschickt an Filmtechniken bedient. […] Ein Einstünder, der Spaß macht und anrührt und einen fast wünschen lässt, man könnte eine ähnliche Leichtigkeit mal in deutschen Kinokomödien erleben.“
– Edda Breski, Westfälischer Anzeiger
„Mit dem Well-Made-Play ‚Eine Sommernacht‘ aus der Feder des schottischen Dramatikers. David Greig hat Carla Niewöhner jetzt an der Bochumer ‚Kö‘ ihr fulminantes Regiedebüt gegeben: gut eine Stunde lang werfen sich Kinga Prytulas forsche Helena und Henrik Schuberts immer wieder auch über sich selbst erstaunter Bob, die beiden so chaotisch wie sympathischen Loser, im intimen Theater unten gegenseitig die Bälle zu, und das in einem atemberaubenden Tempo: die beiden Protagonisten sind Erzähler und Darsteller zugleich, wechseln in Sekundenbruchteilen nicht nur die Perspektive, sondern auch von der ersten in die dritte Person und rücken wie die Figuren beim Schnellschach auf der 48 Stunden umfassenden Zeitachse vor und zurück.“
– Herner Sonntagsnachrichten
„Niewöhner inszeniert die crazy Lovestory mit filmischen Schnitten, mit atemlosen Szenenwechseln und furioser Choreographie ins Finale. Das Geld ist weg, es bleibt die rosa Gitarre und ein Fähre nach Belgien – zu zweit in ein neues Leben. Hoffentlich ist es spannender. Das Wochenende in vergnüglichen 60 Minuten war es jedenfalls.“
– Peter Ortmann, Trailer
TEXT David Greig
REGIE Carla Niewöhner
AUSSTATTUNG Mara Henni Klimek
MUSIK Manuel Loos
DRAMATURGIE Sabine Reich, Justus von Verschuer
MIT Kinga Prytula, Henrik Schubert
PREMIERE 05.04.2014, Schauspielhaus Bochum
FOTOS Diana Küster





